Lehrgang Akademische Reitkunst und co
im Mai 2011 auf dem Katharinenhof in Wendlingen
Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Monat einen Lehrgang organisieren und ausreichend Teilnehmer begeistern konnten. Der Lehrgang fand am 21. Mai statt und ging über einen Tag. Insgesamt haben 5 Pferde teilgenommen.
Wieder mit dabei waren Ingeborg, Sabine und Nina. Neu dabei war Yvonne. Diesmal konnte ich leider nicht so viele Fotos machen.
Melanie mit Marieth Lady Lucinda

Es herrschte wieder eine sehr harmonische und fröhliche Atmosphäre. Die Teilnehmer passen wirklich gut zusammen und ich freue mich immer diese lieben Menschen wieder zu treffen. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, dass ich diesmal nicht von jedem ein Foto machen konnte.

In der ersten Einheit haben Luci und ich mit der Dualaktivierung weitergearbeitet. In den Wochen seit dem letzten Kurs haben wir vesucht unsere Hausaufgaben zu machen. Problematisch war, dass Luci die Gassen einfach verlässt und eher auf der Flucht ist als mitzuabreiten. Unsere Hausaufgaben liefen mal so, mal so.
Leider hat es auch im Kurs noch nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Um dieses Problem zu lösen, haben wir das Beziehungstrainig nach Parelli hinzugenommen.
Es war etwas enttäuschend festzustellen, dass ich doch nicht so weit bin, wie ich sein wollte, aber die Grundlagen sind absolut wichtig. Bis zum nächsten Mal, werde ich die Seven Games üben und sobald ich Hinterhand sicher unter Kontrolle habe, die Dualaktivierung wieder hinzunehmen.
Auffällig war auch, dass Luci auf der rechten Hinterhand, die schlechter weicht, die ganzen Trittverletzungen hat. Sie scheint also auch in der Herde mit dieser Seite schlecht zu weichen. Ich werde das Abklären lassen, ob etwas mit der Hinterhand nicht stimmt. Vielleicht hat sie sich ja irgendwie verrissen auf der Wiese.
Sabine mit Gracilliano
Sabine löst ihr Pferd, indem sie es auf einem kleinen Zirkel untertreten lässt. Dafür muss das Pferd gestellt und gebogen sein und die Biegung muss durch das ganze Pferd gehen. Sonst kann das innere Hinterbein nicht locker zum Schwerpunkt durchschwingen. Am Anfang beeinflusst man mit der Platzierung des Kopfes die Stellung der Hinterhand, später beeinflusst man mit der Aktivierung der Hinterhand, die Stellung des Kopfes.

Das muss sein, diesem Grundbedürfnis kann man auch in einer Dualgasse nach kommen.

Hier üben die drei das Kruppeherein an der Hand. Das äußere Hinterbein (hier rechts Bein) soll zum Schwerpunkt treten. Wichtig ist auch hier, dass die Biegung durch den gesamten Körper geht und das Pferd locker ist, sonst kann das Hinterbein nicht zum Schwerpunkt greifen. Die Hüfte kommt hier sehr schön rein und die Biegung geht verläuft vom Genick bis zum Schweif.
Ingeborg mit Corazon de la Luz
Corazon ist eine 6 jährige PRE Stute, die Ingeborg selber gezogen hat. Sie war mit ihr auch schon auf einem Lehrgang mit Bent im Dezember 2010.

In der ersten Übungsphase hat Ingeborg mit einer langen Gasse gearbeitet. Hier ging es zunächst darum, das Pferd die Gasse selbstständig bewältigen zu lassen. Dafür lässt man die Zügel lang, damit das Pferd sich frei fühlt. Der Reiter schaut genau in die Gasse auf den Weg, den das Pferd gehen soll.
Die Dualaktierungen hat viele Ziele und positive Effekte auf das gesamte Pferd. Einer ist, dass das Pferd lernt, durch Engpässe oder gefährliche Hindernisse selbstständig zu überwinden. Diese Kompetenz nimmt das Pferd mit ins Gelände und wann immer man auf ein gefährliches Hinderniss stößt, verhält der Reiter sich wie in der Gasse und das Pferd bewältigt selbstständig diese Situation. Der Pferde werden mutiger.

In der zweiten Phase bewältigt Ingeborg mit Corazon den Pylonenkreis. Erstes Ziel ist, dass Corason zwischen den Hütchen bleibt. Dabei hat der Reiter die Aufgabe auf den Weg zu sehen, er hält die Zügel in einer Hand und lenkt das Pferd nicht. Wenn es den Zirkel verlässt, führt er es zurück zwischen die Hütchen und lobt es dafür. Man sollte nie mehr als 6 Runden auf einer Hand drehen egal wie die Phase verläuft und in welche Intensität das Ziel erreicht wurde.
In der zweiten Phase ging es neben dem Ziel, im Zirkel zu bleiben, auch darum das Tempo zu halten.
Die Ziele werden anhand der individuellen Probleme des Pferdes festgelegt. Die erste Einheit dauerte zehn Minuten.
In der zweiten Einheit wird das ganze im Trab durchgeführt mit den selben Zielen. Diese Phase dauert auch zehn Minuten. Zum Abschluss folgt die letzte Einheit, die fünf Minuten dauert und auch im Trab durchgeführt wird. Leider habe ich diese Einheit nicht mitbekommen, weil ich mein Pferd holen musste. |