Hier könnt ihr mitlesen, was Luci und ich gemeinsam erleben, welche Fortschritte wir machen und welche Hürden wir zu bewältigen haben.
Dienstag, 3. 01. 2012
An diesem Tag war die Halle ganz schön gefüllt. Ich glaube, es waren insgesamt 8 oder 9 Pferde in der Halle.
Luci ist in solchen Situationen immer noch sehr verunsichert, wenn ihr die Pferde zu nah kommen. Sie legt die Ohren an und wird sehr verhalten.
Die Traversale leite ich durch eine Volte ein. Ich mache eine halbe Volte durch die Ecke und gehe dann in die Traversale über. Auf dem Video ändere ich meine Körperpostion viel zu früh und überfalle Luci damit. Dadurch wird der Übergang zu holprig.
Die Stellung und Biegung sollte möglichst erhalten bleiben, aber ich achte auch darauf, dass das äußere Hinterbein in Ansätzen unter die Masse tritt. Geht die Stellung und Biegung dabei verloren, muss ich Luci daran erinnern. Aber am wichtigsten ist, dass Luci entspannt bleibt und die Aufgabe so motiviert wie möglich annimmt. Mal biegt sie zu wenig, mal zu viel, mal tritt das Hinterbein Richtung Masse, mal nicht. Wichtig ist, dass Luci auf die Hilfen in der gewünschten Art reagiert. Ansätze in diese Richtung, sind sie noch so klein, lobe ich. Dann versuche ich immer bessere Ergebnisse zu erhalten.
Das Antraben an der Hand ist noch relativ neu für mich. Ich habe es damals mit Laila nicht richtig ausprobiert. Es gibt viele Dinge, die überwacht, kontrolliert und strukturiert werden müssen.
Ich muss auf die richtige Stellung und Biegung achten, Luci muss locker bleiben, braucht aber auch eine gewisse Energie, um die Lektion auszuführen. Dann muss ich sie möglichst gerade halten und dann den richtigen Moment für die Hilfe zum Antraben erwischen und den perfekten Moment zum Loben nicht verpassen.
Zunächst versuche ich Luci zu versammeln, dann lasse ich sie in einem leichten Schulterherein gehen, weil es ihr dann leichter fällt mit dem inneren Hinterbein anzutraben. Wenn das alles stimmt streiche ich mit der Gerte von der Kruppe bis zum Boden. Das gelingt mir noch nicht immer, weil ich selber noch mehr Ruhe entwickeln muss. Dann kommt die erste Stufe der Hilfe "Fliege", danach tippe ich das Bein leicht an, dann energisch. Ich bin noch in der Phase herauszufinden, wo es am besten klappt. Im Moment bin ich noch sehr hoch mit der Gerte. Ich weiß noch nicht, ob das so richtig ist.