MariethLadyLucinda
ein Shire Horse entdeckt die Welt ...

Das Jahr 2011

Januar
Februar
Mai

Januar

Das Jahr haben wir wetterbedingt mit Bodenarbeit in der Halle begonnen. Nachdem Schnee und Eis den Roundpen freigegeben haben, intensivieren wir das Beziehungstraining. Dazu gehört nicht nur das direkte Training im Roundpen, sondern auch das gemeinsame Meistern von Situationen, die Pferde normalerweise zur Flucht veranlassen würden.

Plastikplanen sind für viele Pferde ein Grund die Flucht zu ergreifen. Allerdings können sie einem überall begegnen. Daher ist es wichtig, dass sich Pferde mit diesen Dingen auseinandersetzen, um die Angst davor zu verlieren.

Luci ist sehr neugierig und scheint noch keine schlechten Erfahrungen mit Plastikplanen gemacht zu haben. Neugierig beschnüffelt sie die Planen und tritt direkt darauf. Sie scharrt mit ihrem Huf die Plane unter ihren Bauch und findet die ganze Sache sehr spannend.

Im zweiten Schritt hebe ich die Plane hoch und möchte Luci damit berühren. Sie schaut aufmerksam zu mir, ihre Ohren sind ganz auf die Plane und mich gerichtet, auch ihren Bauch ihren Körper dreht sie etwas weg.

Luci beäugt aufmerksam, was da passiert, hat aber keine Angst. Also kann ich ihr die Plane langsam über den Rücken legen. Wichtig ist, dass man den Moment, in dem es Luci zu viel wird nicht verpasst und eine Sekunde früher die Übung beendet.

Luci ist sehr cool und ich kann schon bald die Plane komplett über ihren Rücken ziehen.

Luci folgt mir sogar mit der Plane auf dem Rücken im Roundpen. Sie ist zwar klein, aber ober cool!

In Herbst 2010 habe ich damit angefangen, Luci daran zu gewöhnen, dass ich mich auf ihren Rücken setzen möchte. Bisher haben wir das an einer Austeighilfe geübt. Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen. Da Luci sehr ruhig und ausgeglichen ist, kann ich es wagen und setze mich im Roundpen auf ihren Rücken. Mit der Gertenhilfe, die sie schon vom Boden kennt und dem passenden Stimmkomando, kann ich sie dazu bewegen, mich die ersten Schritte auf ihrem Rücken zu tragen. Ein wundervolles Gefühl!

Luci ist noch nicht richtig ausbalanciert, daher soll es erst mal auch nur bei dieser kurzen Gewöhnungsphase bleiben. Wichtig war nur, dass sie keine Angst davor hat, dass da jemand auf ihrem Rücken sitzt. Sobald sie so weit ist, werden wir auf dieser positiven Erfahrung weiter aufbauen.

Februar

Bei der Bodenarbeit rückt das Thema "Geschwindigkeit" und "Anlehung an meinen Körper" in den Vordergrund. Luci drängelt mich bei der Bodenarbeit vor sich her oder beginnt zu rennen und bedrängt mich mit ihrer Schulter. Deshalb schalte ich eine Übungseinheit zu diesem Thema vor die eigentliche Bodenarbeit, um zunächst das Thema Tempoanpassnung intensiv üben zu können.

Ich führe Luci durch die Halle. Dabei verlängere oder verlangsame ich mein Tempo, auch bis zum Halten und Rückwärts gehen. Luci soll lernen genau auf mein Tempo zu achten und sich so schnell wie möglich anpassen. Das klappt im Schritt bis auf keine Ausnahmen schon ganz gut. Vor allem konzentriert sie sich wunderbar auf mich und vergisst die aufregenden anderen Dinge um sie herum.

Diese Aufmerksamkeit nehme ich mit in den Bodenarbeit. Hier hat Luci mehr Schwierigkeiten auf mein Tempo zu achten, aber es wird besser. Dazu kommt, dass Luci mich mit ihrer Schulter wegdrängen möchte. Im Augenblick liegt mein Arbeitsschwerpunkt darauf, dass Luci eine leichte Anlehnung an meinen Köper findet und sich wie mein Schatten an mein Tempo und meine Bewegungsrichtung anpasst. Schwierig, aber es wird besser. Natürlich geraten auch die Punkte "Vorwärtsabwärts" und "Losgelassenheit" nicht in Vergessenheit.

Der Winter nervt die Pferde langsam. Zwar stehen sie auf einem großen Gemeinschaftspaddock, wo man auch mal ein bisschen Galoppieren und Buckeln kann, aber so richtig rennen können sie dort nicht. Deshalb lasse ich Luci regelmäßig auf den großen Reitplatz. Dort kann sie dann rennen, wenn ihr danach ist. Dieses Angebot nimtm sie gerne an.







 

Mai

Wir arbeiten fleißig an den Seitengängen weiter. Luci befindet sich auf der Suche nach einer passenden Anlehnung an meinen Körper. Sie schwankt zwischen den Extremen, aber es wird besser.

 


 

Melanie Hille
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